Arzneimittelkosten: PKV-Verband fordert Gleichbehandlung
Beim Verband der Privaten Krankenversicherungen (PKV) stoßen die aktuellen Pläne des Gesundheitsministeriums auf Kritik. Diese wollen die Arzneimittelrabatte nur auf die Krankenversicherten umlegen, die auch gesetzlich versichert sind. Volker Leienbach, der Direktor des PKV-Verbandes, kritisiert, dass es keinem der Betroffenen zu vermitteln sei, dass die Arzneirabatte per Gesetz für 90 Prozent der Versicherten gelten soll.
Höhere Belastung durch Ungleichbehandlung
Im Bereich der Privaten Krankenversicherung seien die Arzneimittelausgaben in den Jahren von 1997 bis 2007 um 85 Prozent gestiegen seien. Die Gesetzliche Krankenversicherung hatte in ihrer Buchführung allerdings nur einen Ausgabenanstieg von 68 Prozent zu verzeichnen, womit der Betrag deutlich unter dem der PKV liegt. Leienbach erklärt weiter, dass es keine sachlichen Gründe für die vom Gesundheitsministerium geplante Ungleichbehandlung gebe. Denn alleine durch den Versicherungsstatus würde bei der Abgabe eines identischen Medikaments an gesetzlich oder privat Versicherte bereits abweichen. Durch höhere Arzneimittelpreise, begründet durch die geplante Erhöhung des Herstellerabschlags und der Einführung eines Preisstopps, würde die Belastung der Privatversicherten sogar noch weiter verschärft.